"Meinungsverschiedenheiten"

Gefeuerter Formel-1-Pilot Ocon dementiert Berichte über Gewalt

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Esteban Ocon verlässt das Fahrerlager der Formel 1 - für immer? (Foto: IMAGO/ZUMA Press)
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01.11.2026 | 07:49 Uhr
Formel-1-Pilot Esteban Ocon hat beim US-Team Haas keine Zukunft, das steht schon fest. Nun schmeißt der Rennstall den Franzosen sogar kurz vor dem Mexiko-GP raus. Wegen einer gewalttätigen Auseinandersetzung?

Formel-1-Pilot Esteban Ocon hat mediale Spekulationen dementiert, der Rennstall Haas habe ihn für den Großen Preis von Mexiko wegen einer gewalttätigen Auseinandersetzung gestrichen. "Gestern Abend (Freitag, Anm.d.Red.) kam es aufgrund unterschiedlicher Standpunkte zu einer Auseinandersetzung mit den beteiligten Parteien. Ich bestätige zwar, dass es dazu gekommen ist, weise jedoch jegliche Berichte oder Anschuldigungen entschieden zurück, die suggerieren, dass zur Beilegung von Meinungsverschiedenheiten jeglicher Art körperliche Gewalt angewendet worden sei", teilte der Franzose via Instagram mit.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung wollte sich Ocon am Samstagvormittag bei Teamchef Ayao Komatsu entschuldigen, weil er im Freitagstraining eine Teamorder missachtet hatte. Der Japaner soll Ocon aber mitgeteilt haben, an einer Aussprache kein Interesse zu haben. Als Komatsu sein Büro verlassen wollte, soll der Fahrer handgreiflich geworden sein und seinen Chef an der Schulter festgehalten haben.

Haas hatte Ocon vor dem 3. Freien Training überraschend vor die Tür gesetzt und Reservefahrer Ryo Hirakawa für das Rennen in Mexiko-Stadt nominiert. Das US-Team hatte schon vor Wochen bekannt gegeben, in der kommenden Saison nicht mehr auf Ocon zu setzen. Dessen Cockpit neben dem Briten Oliver Bearman bekommt der derzeitige Formel-2-Pilot Rafael Câmara aus Brasilien. Der 30-jährige Ocon kritisierte die Entscheidung mehrfach als "unverdient".

Er "verurteile Gewalt in jeder Form aufs Schärfste und bin der festen Überzeugung, dass Meinungsverschiedenheiten stets mit Professionalität, Respekt und gegenseitigem Verständnis behandelt werden sollten", setzte Ocon seinem Statement hinzu. Spekulationen über die Gründe für seinen kurzfristigen Rauswurf sollten vermieden werden, "solange die Angelegenheit geklärt wird".

Dass Ocon in dieser Saison noch einmal für Haas Gas gibt, ist höchst unwahrscheinlich. Er hatte sich im Training am Freitag nach einer Ansage seiner deutschen Renningenieurin Laura Müller zur Reifenwahl über Funk bitter beklagt. Schon beim Rennstall Alpine hatte er 2024 die Saison nach Zoff mit dem Team nicht beendet. Ocon kommt auf fast 200 Grand-Prix-Einsätze, 2016 absolvierte er sein erstes Rennen. In Ungarn gewann Ocon 2021 seinen einzigen Formel-1-GP.

Verwendete Quellen: ntv.de, mar