Der Schalker Mittelfeldrenner Soufiane El-Faouzi hat sich wohl endgültig gegen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft und für Marokko entschieden. Der 24-Jährige, der als Kandidat für Jürgen Klopp gehandelt worden war, steht im Aufgebot der Nordafrikaner für die Länderspiele gegen Gabun, Lesotho und Ghana. El-Faouzi bestritt im Mai bereits ein Testspiel für Marokko gegen Burundi (5:0), hat sich bisher aber noch nicht "festgespielt".
Nicht dabei ist der Frankfurter Younes Ebnoutalib, der die Einladung von Bundestrainer Jürgen Klopp angenommen hatte. Das wiederum veranlasste dessen Nationalcoach-Kollegen Mohamed Ouahbi zu einer kleinen Spitze. Marokko habe den gebürtigen Frankfurter "schon seit der letzten Saison" auf dem Schirm gehabt, "er hatte ein für uns interessantes Profil", sagte der Trainer: "Ich habe mit ihm telefoniert und ihm das Projekt Marokko erläutert - ohne ihm irgendetwas zu versprechen." Ebnoutalib hätte eine Berufung verdient gehabt, aber nun mal anders entschieden. "Die Sache ist erledigt. Wir stehen auf Platz 6 der Weltrangliste und machen weiter", schloss Ouabhi.
Marokko mit fünf Bundesliga-Profis
Die DFB-Elf ist nur die Nummer 12 der Welt. Bei der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko schied sie schon in der ersten K.o.-Runde aus, während Marokko, 2022 in Katar noch Halbfinalist, es bis ins Viertelfinale schaffte und dort Frankreich unterlag.
Neben El-Faouzi stehen vier weitere Bundesliga-Spieler im 29-köpfigen marokkanischen Kader, der von Achraf Hakimi von Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain angeführt wird: Ismael Saibari von Bayern München, Zakaria El Ouahdi vom Hamburger SV, Neil El Aynaoui von RB Leipzig und Bilal El Khannouss vom VfB Stuttgart.
Die Spiele am 25. September in Rabat gegen Gabun und vier Tage später in Bloemfontain/Südafrika gegen Lesotho sind Teil der Qualifikation für den Afrika-Cup 2027. Die Begegnung mit Ghana am 4. Oktober in Tanger dient Testzwecken.

