Boris Becker hat Alexander Zverev zum sicheren Sprung an die Spitze der Tennis-Weltrangliste gratuliert. "Er wird zurecht und hochverdient die neue Nummer eins der Welt", sagte der sechsmalige Grand-Slam-Sieger in seinem Podcast mit der früheren Top-Ten-Spielerin Andrea Petkovic: "Nummer eins wird man nicht zufällig."
Zverev habe sich den Platz an der Sonne "im wahrsten Sinne des Wortes erarbeitet", urteilte Becker und lobte: "Er hat über den Kampf zum Spiel gefunden. Anfang des Jahres konnte man schon erkennen: Es spielt ein anderer Sascha Zverev." Der 58-Jährige hatte das ATP-Ranking 1991 als bis dato einziger Deutsche zwölf Wochen lang angeführt - das Jahr an der Spitze beendete Becker - anders als nun Zverev - aber nie. Der dreimalige Wimbledon-Champion schloss 1986 und 1989 als Zweiter ab, 1991 war er Becker am Jahresende Dritter.
Zverev steht durch die Niederlage des Spaniers Carlos Alcaraz beim ATP-Masters in Shanghai als kommende Nummer 1 ab. Er wird den Italiener Jannik Sinner verdrängen. Je nachdem, wie der Deutsche spielt, wird er frühestens nach dem Turnier in Wien am 2. November, spätestens am Saisonende die Spitze übernehmen.

Diese Alcaraz-Pleite macht Zverev zur Nummer 1
Zverev hat 2026 nach vielen vergeblichen Anläufen endlich seine ersten Grand-Slam-Titel gewonnen. Im Juni triumphierte er bei den French Open in Paris, im September bei den US Open in New York. An die Spitze schafft er es aber, auch weil der zuvor dominierende Sinner - der in Roland Garros freilich auf dem Court ausschied - monatelang ausfällt. Dass Zverev die Nummer 1 abstaubt, retourniert Becker. ""Das ist totaler Schwachsinn. Dafür kann er nix, das ist ja nicht sein Fehler. Er kann nur immer die Gegner schlagen, gegen die er auf dem Platz antreten darf. Das hat er besser gemacht als jeder andere."

