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Berlin & BrandenburgFDP-Vize Teuteberg soll DDR-Aufarbeitungsbeauftragte werden

29.09.2026, 17:13 Uhr
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(Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Brandenburg sucht eine neue Beauftragte für die Aufarbeitung der kommunistischen Diktatur. Kandidatin Linda Teuteberg hat sich den Fraktionen vorgestellt. Sie wäre gleichzeitig ein Generationswechsel.

Potsdam (dpa/bb) - Es geht um Unrechtserfahrungen in der Sowjetischen Besatzungszone und in der DDR: Die FDP-Vizechefin Linda Teuteberg (45) möchte neue Brandenburger Beauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur werden. Vorgängerin Maria Nooke geht in den Ruhestand und hat Teuteberg für den Posten vorgeschlagen.

"Ich glaube, es gibt ein Recht auf eigene Erfahrungen und auch Erinnerungen an private schöne Dinge oder an anständiges Verhalten und Leistung im Beruf", sagte Teuteberg in einer Vorstellungsrunde im Hauptausschuss vor den Landtagsfraktionen. Die AfD war nicht anwesend. Es sei wichtig, Demokratie zu stärken. "Aber Tatsachen sind eben nicht Verhandlungsgegenstand; historische Tatsachen und die Einordnung eines politischen Systems."

Die Aufarbeitungsbeauftragte des Landes Brandenburg unterstützt und berät Menschen, die durch die sowjetische Besatzung und die DDR-Diktatur (1945–1990) politisch verfolgt oder geschädigt wurden. Sie berät auch öffentliche Stellen beim Umgang mit Stasi-Unterlagen und klärt die Öffentlichkeit über die DDR-Diktatur auf.

Teuteberg war 1989 noch Kind

Teuteberg wurde im April 1981 in Königs Wusterhausen (Landkreis Dahme-Spreewald) geboren. Zur Zeit der friedlichen Revolution war sie acht Jahre alt. Sie wäre nach Ulrike Poppe und Nooke die erste Aufarbeitungsbeauftragte, die nicht aktiv in der Bürgerbewegung der DDR war.

Teuteberg ist Anwältin und stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende. Sie war von 2009 bis 2014 Mitglied des Landtags in Potsdam und von 2017 bis 2025 Abgeordnete des Bundestags. Sie ist aktiv im Verein Gegen Vergessen – Für Demokratie. Seit 2025 leitet sie den neu gegründeten Freundeskreis der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.

Sie wäre eine neue Generation in der DDR-Aufarbeitung

Teuteberg möchte den Posten gern übernehmen und sieht dies auch als einen Generationswechsel. Wenn es uns wichtig sei, "das Thema in Bildung, Ausbildung und gesellschaftlichen Debatten weiter zu verankern, dann braucht es auch einen Generationswechsel und einen Transfer dieses Wissens und dieses Themas in neue Generationen", so die 45-Jährige.

Die Koalitionsfraktionen von SPD und CDU unterstützen Teuteberg als neue Beauftragte. Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke sieht keine Hürde darin, dass diese aktive FDP-Politikerin ist: "Das eine ist Ehrenamt, das andere ist Hauptamt." Im Oktober soll im Landtag der Nachfolger oder die Nachfolgerin von Nooke gewählt werden.

Quelle: dpa

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