Hamburg & Schleswig-HolsteinAdler-Schiffe kürzt Fahrpläne wegen hoher Kraftstoffpreise

Wegen hoher Kraftstoffpreise setzt die Reederei Adler-Schiffe weniger Fähren nach Sylt und Föhr ein. Was das für Reisende bedeutet und wie andere Anbieter reagieren.
Föhr/Sylt (dpa/lno) - Wegen der stark gestiegenen Kraftstoffpreise fahren seit diesem Montag weniger Fähren nach Sylt und Föhr. Die Reederei Adler-Schiffe hat die Fahrpläne von drei Schiffen gekürzt, wie das Unternehmen mitteilte. Die ausgewählten Schiffe werden weniger eingesetzt. Dafür sind zusätzliche Liege- und Ruhetage vorgesehen, die vor allem die Montagsabfahrten betreffen.
Mit den Einschränkungen will die Reederei Kraftstoff und damit auch Kohlendioxid (CO2) einsparen. Das übrige Fähr- und Ausflugsangebot der Reederei auf der Nordsee bleibt nach ihren Angaben bestehen. Zuvor berichteten mehrere Medien.
Drei Schiffe von den Kürzungen betroffen
Die "Adler Rüm Hart" bekommt sonntags und montags Liegetage. Dagebüll wird nur noch dienstags und mittwochs angefahren, an den übrigen Fahrtagen startet das Schiff in Wyk auf Föhr, wie die Reederei mitteilte. Für die "Adler-Express" ist der Montag künftig ein Liegetag. Von Dienstag bis Donnerstag ändern sich einzelne Verbindungen und Ausflugsangebote zwischen Nordstrand, der Hallig Hooge, Amrum und Sylt. Von Freitag bis Sonntag gilt der bisherige Fahrplan. Auch die "Adler CAT" legt montags einen Ruhetag ein. Die Helgoland-Fahrten am Dienstag und Mittwoch finden weiterhin planmäßig statt, an den übrigen Fahrtagen gibt es keine Änderungen.
Andere Reedereien halten vorerst an Fahrplänen fest
Die Wyker Dampfschiffs-Reederei, ein wichtiger Anbieter auf den Routen von und nach Föhr und Amrum, fährt weiterhin nach Fahrplan. Auch die Reederei Norden-Frisia plant derzeit keine Einschränkungen oder Kürzungen im Fahrplan. Die Fahrpreise sollen ebenfalls nicht erhöht werden, wie eine Sprecherin mitteilte.
Die Reederei FRS spricht von einer "sehr herausfordernden und nicht alltäglichen" Situation. Aktuell sei zwar nicht geplant, Abfahrten zu streichen, ausschließen könne man dies aber nicht, sagte ein Sprecher der Reederei. Das hänge vor allem von der künftigen Entwicklung am Energiemarkt ab. Man beobachte genau, wie sich der Energiemarkt weiter entwickle. Auf diversen Linien habe FRS bereits vor einiger Zeit Bunkerpreiszuschläge eingeführt.