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HessenFeuer in Mehrfamilienhaus - Polizei vermutet Brandstiftung

01.11.2026, 09:07 Uhr
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Flammen schlagen aus den Fenstern, dichter Rauch versperrt den Fluchtweg: Aus einem Wiesbadener Mehrfamilienhaus müssen rund 15 Menschen gerettet werden. Was die Polizei zur Brandursache vermutet.

Wiesbaden (dpa/lhe) - Nach einem Feuer in einem Wiesbadener Mehrfamilienhaus vermutet die Polizei Brandstiftung als Ursache. Bei dem Feuer wurden nach Angaben der Landeshauptstadt Wiesbaden sechs Menschen verletzt. Die Feuerwehr sei am frühen Morgen wegen des Brandes alarmiert worden. Bei ihrem Eintreffen habe eine Erdgeschosswohnung des Hauses in Vollbrand gestanden. Flammen seien aus den Fenstern geschlagen und dichter Brandrauch habe das Treppenhaus unpassierbar gemacht. Rund 15 Menschen mussten von der Feuerwehr gerettet werden.

Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses hätten sich an mehreren Fenstern bemerkbar gemacht, weil sie das Gebäude wegen der starken Rauchausbreitung nicht mehr selbstständig hätten verlassen können. Über tragbare Leitern und eine Drehleiter seien die eingeschlossenen Personen, darunter auch mehrere Kinder, in Sicherheit gebracht worden. Auch über die Treppe seien einige Menschen mit Hilfe von Fluchthauben aus dem Haus gebracht worden. Parallel sei das Feuer zurückgedrängt und schließlich gelöscht worden.

Sechs Verletzte in Krankenhäuser gebracht

Insgesamt 30 Menschen seien vom Rettungsdienst gesichtet und sechs von ihnen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht worden. Die übrigen Personen seien vor Ort betreut worden. Auch Notfallseelsorger seien vor Ort gewesen.

Das Gebäude werde mit Lüftern jetzt entraucht und auf eine mögliche Brandausbreitung kontrolliert. Dazu hätten die Einsatzkräfte vorsorglich auch Teile der Fassade geöffnet. Wegen eines Defekts an der Heizungsanlage sei es in der Brandwohnung zu einem starken Wasserdampfaustritt gekommen, der durch das Absperren der Heizungsanlage gestoppt worden sei.

Nach einer ersten Einschätzung sei ein Teil des Gebäudes vorerst nicht mehr bewohnbar. Für die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner würden daher Möglichkeiten zur vorübergehenden Unterbringung organisiert. Insgesamt seien rund 100 Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren und des Rettungsdienstes in die Maßnahmen eingebunden gewesen.

Quelle: dpa

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