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Nordrhein-WestfalenPrognose: Die Wirtschaft in NRW erholt sich nur langsam

02.11.2026, 14:46 Uhr
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NRW erwartet für 2026 ein leichtes Wirtschaftswachstum. Doch Energiepreise und Niedrigwasser haben die Unternehmen belastet – und längst profitieren nicht alle Branchen von der Erholung.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalens Wirtschaft wird in diesem Jahr laut einer Prognose von Konjunkturexperten leicht wachsen. Für 2026 wird ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Land um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erwartet, wie aus einer Prognose des RWI - Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung in Düsseldorf hervorgeht. Für den Bund rechnen die Fachleute für 2026 mit einem Wachstum von 1,3 Prozent.

Für das bevölkerungsstärkste Bundesland werden die Fachleute nun etwas optimistischer, im Mai hatten sie noch mit einem Jahreszuwachs von 0,5 Prozent in NRW gerechnet. "Die Wirtschaft in NRW belebt sich", sagte Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne).

Im vergangenen Jahr war das BIP in dem Bundesland um 0,3 Prozent gewachsen - 2026 wird die Wachstumskurve wohl etwas steiler, wenngleich das Wachstumsniveau noch immer nicht allzu hoch ist. Für das kommende Jahr rechnet das Institut mit einem Zuwachs der Konjunktur in NRW um 0,9 Prozent. In Deutschland soll es um 1,1 Prozent nach oben gehen.

Hohe Belastung durch Iran-Krieg und Wetterextreme

Der Anstieg bleibt mühsam. "Das ist kein Grund zum Jubeln aus meiner Sicht, aber es ist erst einmal eine positiv stimmende Nachricht", betonte die Wirtschaftsministerin. "Wir reden also nicht mehr darüber, ob es aufwärtsgeht - wir reden darüber, wie stark wir wachsen und wie schnell." Die hohen Energiepreise durch den Iran-Krieg hätten NRW hart getroffen. Auch das Niedrigwasser im Rhein habe die heimische Wirtschaft belastet.

"Die Stimmung in den Unternehmen hat sich verbessert, vor allem in der Industrie", ist die Grünen-Politikerin überzeugt. Auftragsbücher werden nach ihren Worten voller, und die Exporte ziehen an. "Die Elektronikbranche profitiert vom KI-Boom in den Vereinigten Staaten", sagt die Ministerin.

Manche Branche hat ihre Probleme

Der Ausblick sei positiv, erläuterte RWI-Fachmann Torsten Schmidt. Der Ökonom gibt aber zu bedenken, dass der Aufschwung nicht alle Branchen betreffe. "Es fällt mir immer noch schwer, von einem Aufschwung zu sprechen, weil die Unterschiede in den Branchen sehr groß sind."

Viele Bereiche wie die Automobilindustrie oder die Metallerzeugung spürten von dem Aufschwung noch nichts, sagte der Experte. Auch Ralf Stoffels von der IHK NRW ist nur verhalten optimistisch: "Wir sehen die Lage als nach wie vor sehr fragil an." Es sei aber eine gute Nachricht, dass die Lage besser sei als noch bei der vorigen Umfrage befürchtet. Die Konjunktur in NRW habe sich stabilisiert.

Quelle: dpa

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