Sachsen-AnhaltBetriebsnachfolge: Viele Betriebe rechnen mit Schließung

In einer Umfrage der Handwerkskammer Halle plant fast jeder dritte der antwortenden Betriebe in den nächsten sechs Jahren eine Übergabe. Doch nicht für alle zeichnet sich eine Nachfolge ab.
Halle (dpa/sa) - In den nächsten Jahren könnten viele Handwerksbetriebe im Süden Sachsen-Anhalts schließen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Halle unter 243 Mitgliedsbetrieben. Demnach will fast jeder dritte Unternehmer in den nächsten sechs Jahren seinen Betrieb übergeben. 16 Prozent der Befragten gehen von einer Schließung aus.
Bei den meisten Betrieben im Süden des Landes handle es sich um Einzelunternehmen. Die Befragten halten eine familieninterne Nachfolge in der Regel für die wahrscheinlichste Lösung, heißt es weiter. Eine solche Nachfolge planen demnach 61 Prozent der Betriebsinhaber, die vor einer Übergabe stehen. In zwölf Prozent der Fälle soll ein Mitarbeiter den Betrieb übernehmen. Nur in Einzelfällen ist eine Übergabe an Externe geplant.
Laut Umfrage gab es zum Stichtag Ende September 12.882 eingetragene Handwerksbetriebe im Kammerbezirk der Handwerkskammer Halle. Sie haben den Angaben nach rund 56.500 Beschäftigte. Den größten Anteil machen Friseur- und Kosmetikbetriebe aus, gefolgt von Fliesenlegerbetrieben und Betrieben für KfZ-Technik.