Sachsen32 schwere Arbeitsunfälle auf Baustellen - Arbeitsschutztag

Beim Arbeitsschutztag Sachsen geht es um Strategien für mehr Sicherheit auf Baustellen vor. Im vergangenen Jahr endeten sechs Unfälle tödlich.
Dresden (dpa/sn) - Auf sächsischen Baustellen haben sich im vergangenen Jahr 32 schwere Arbeitsunfälle ereignet - sechs von ihnen mit tödlichem Ausgang. Die Zahlen wurden vom Wirtschaftsministerium zum Arbeitsschutztag 2026 genannt. Am Montag wollten dazu etwa 70 Vertreter von Betrieben, Verbänden, Behörden, Wissenschaft und Arbeitsschutzpraxis zusammenkommen und vor allem über sicheres Arbeiten im Baugewerbe beraten. Im Fokus standen Absturzunfälle. Sie bildeten auch im vergangenen Jahr den Schwerpunkt. 31 Beschäftigte stürzten insgesamt ab, 19 davon auf Baustellen.
Wirtschaftsminister hält gute Planung für besten Schutz
"Auf Baustellen müssen Sicherheit und Gesundheitsschutz von Anfang an mitgedacht werden. Jeder schwere und erst recht jeder tödliche Arbeitsunfall ist einer zu viel. Gerade beim Arbeiten in der Höhe können gute Planung, klare Zuständigkeiten und geeignete Arbeitsmittel Leben retten", betonte Wirtschaftsminister Dirk Panter.
Schutz vor hohen Temperaturen und UV-Strahlung
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Schutz von Beschäftigten bei Arbeiten im Freien. "Hohe Temperaturen und eine zunehmende UV-Belastung erfordern angepasste Schutzmaßnahmen und gewinnen angesichts der klimatischen Veränderungen an Bedeutung", hieß es.
Arbeitsschutztag will Branchen sensibilisieren
Der Arbeitsschutztag findet im zweijährigen Rhythmus statt und gilt als wichtigste Veranstaltung der sächsischen Arbeitsschutzverwaltung. Organisiert wird er gemeinsam mit dem Verein Deutscher Gewerbeaufsichtsbeamter. Das Ziel besteht darin, für einen wirksamen Arbeitsschutz zu sensibilisieren, aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und den Austausch zwischen allen beteiligten Akteuren zu fördern.