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SachsenZahl der Badetoten in Sachsen verdoppelt

23.09.2026, 06:03 Uhr
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In Sachsen ertrinken bis Mitte September 19 Menschen - mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Laut DLRG werden Gefahren oft unterschätzt.

Bad Nenndorf/Dresden (dpa/sn) - Entgegen dem Bundestrend sind in diesem Jahr in Sachsen bislang mehr Menschen beim Baden ums Leben gekommen als im Vorjahr. Zwischen Jahresbeginn und dem 15. September sind in den Gewässern im Freistaat insgesamt 19 Menschen ertrunken - zehn mehr als im Vorjahreszeitraum, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) mitteilte.

Die meisten tödlichen Unfälle in Sachsen ereigneten sich laut DLRG in Seen. Dort kamen elf Menschen ums Leben. Die meisten Toten wurden in den Sommermonaten gezählt. Im Juni ertranken drei Menschen, im Juli vier und im August fünf. Ein Großteil der Badetoten waren männlich: 14 Männer und drei Frauen kamen in Sachsens Gewässern ums Leben. Die meisten Badetoten gab es in den Altersgruppen 21 bis 30 und 81 Jahre und älter (jeweils 4).

DLRG fordert mehr Schwimmunterricht und bessere Bäder

Nach Angaben der DLRG führte das warme Wetter zu einem starken Andrang an Badeseen und Flüssen. Viele Menschen hätten dabei die Risiken unterschätzt. Bundesweit waren laut DLRG mehr als 90 Prozent der verunglückten 11- bis 30-Jährigen männlich.

Die DLRG fordert mehr Aufklärung über Gefahren in Gewässern sowie Investitionen in Schwimmunterricht und Schwimmbäder. "Bund, Länder und Kommunen müssen zusammen flächendeckend deutlich mehr in die marode Schwimmbadlandschaft und den schulischen Schwimmunterricht investieren", sagte DLRG-Präsidentin Ute Vogt.

Bundesweit verzeichnete die DLRG 320 tödliche Wasserunfälle. Die Zahl liegt damit unter dem Vorjahreswert (328), doch während der Badesaison zwischen Anfang Mai und Mitte September registrierte die DLRG 248 Todesfälle, 12 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Quelle: dpa

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