ThüringenAOK: Zehntausende Thüringer leiden an Demenz

Wenn das Gedächtnis nachlässt und das Gehirn nicht mehr richtig arbeitet, wird der Alltag schwer für Betroffene. Angehörige und Pflegende sind eine wichtige Stütze.
Erfurt (dpa/th) - Zehntausende Menschen in Thüringen sind an Demenz erkrankt - mit seit Jahren steigender Tendenz. Die Krankenkasse AOK spricht anhand von Abrechnungsdaten und Hochrechnungen von etwa 47.000 Betroffenen im Freistaat. Allein im Jahr 2024 hätten mehr als drei Prozent der Thüringer im Alter ab 40 Jahren an der Krankheit gelitten, teilte die AOK in Erfurt mit.
Demenz ist eine Erkrankung des Gehirns, bei der Gedächtnis und Orientierungsvermögen nachlassen - damit wird der Alltag für Betroffene immer schwerer zu meistern. Auf die Situation der Betroffenen sowie pflegenden Angehörigen soll bei der Woche der Demenz von Montag bis Sonntag (27. September) und beim Welt-Alzheimertag am Montag aufmerksam gemacht werden.
Wie pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz gezielt entlastet werden können, untersucht nach AOK-Angaben die Friedrich-Schiller-Universität Jena. Für ein von der Krankenkasse unterstütztes Forschungsprojekt würden derzeit Teilnehmende gesucht. Es gehe um den Umgang mit Erschöpfung, Sorgen und Schuldgefühlen sowie darum, wieder stärker auf die eigenen Bedürfnisse zu achten.