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Thüringen"Gen Z" - Bildungsminister will Anliegen ernst nehmen

28.10.2026, 08:48 Uhr
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Für gute Schulen und ein bezahlbares Leben wollen junge Menschen am Samstag auf die Straße gehen. Warum die Landesschülervertretung trotzdem Abstand von der Aktion hält und was die Polizei dazu sagt.

Erfurt (dpa/th) - Die Thüringer Polizei geht weiterhin von friedlichen Protesten junger Menschen am Samstag aus. Es gebe derzeit keine Anzeichen, dass es gewaltsam ablaufen könnte, sagte ein Sprecher der Landespolizeidirektion. Zuletzt hatte der Anmelder der Demonstration in Erfurt rund 30 Teilnehmer angegeben. Die Zahl könne sich aber noch ändern, so der Sprecher. Die Polizei behalte die Demonstrationen im Auge.

Die Initiative "Gen Z steht auf" ruft für den 31. Oktober in zahlreichen deutschen Städten zu Protesten auf. Dabei soll es den Angaben zufolge unter anderem um Bildung, ein bezahlbares Leben sowie die Ablehnung einer Wehrpflicht gehen.

Minister warnt: Proteste in Frankreich sind kein Vorbild

Thüringens Bildungsminister Christian Tischner sagte, junge Mensche, die sich für ihre Schule einsetzten, verdienten es, ernst genommen zu werden. "Wer am Samstag friedlich für gute Schulen, gleichwertigere Bildungschancen und eine lebenswerte Zukunft auf die Straße geht, hat mein Gehör", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt.

Gewalt habe hingegen in keinem Protest etwas verloren, und die Bilder aus Frankreich seien kein Vorbild. "Das sehen viele Schülerinnen und Schüler genauso", sagte Tischner.

Keine Unterstützung der Landesschülervertretung

Erik Sczygiol, Vorsitzender der Landesschülervertretung (LSV), sagte der dpa: "Die Landesschülervertetung unterstützt diese Protestaktion am 31.10. ausdrücklich nicht." Es habe zwar teils Austausch auf Bundesebene mit den Initiatoren gegeben. "Wir blicken aber durch die Organisationsstrukturen, die dahinter stehen, nicht gänzlich durch und wissen auch nicht, wer dahinter steht", sagte Sczygiol. Im Internet gebe es auch zahlreiche Aufrufe zu Plünderungen und ähnlichen Aktionen wie in Frankreich. "Das können wir als LSV in der Form einfach nicht unterstützen", sagte er.

Inhaltlich gebe es aber womöglich Schnittmengen. "Was die bildungspolitischen Forderungen angeht, können wir im Großen und Ganzen eigentlich mitgehen." Die Proteste umfassten aber weit mehr als nur Bildungsthemen.

Quelle: dpa

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