Technik

Zwei-Behälter-HeißluftfritteuseDie Ninja Crispi DualZone macht sichtbar doppelt Spaß

03.11.2026, 18:25 Uhr imageVon Klaus Wedekind
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Ninja Crispi DualZone Test (1 von 9)
Mit zwei Behältern kann man einfach mehr anfangen. (Foto: kwe)

Mit zwei Glasbehältern erlaubt die Heißluftfritteuse Ninja Crispi DualZone zwei Gerichte gleichzeitig zuzubereiten. Sie liefert im Praxistest sichtbar gute Ergebnisse und erweist sich als vielseitig und praktisch. Man darf aber auch nicht zu viel von ihr erwarten.

Die erste Ninja Crispi kam 2024 auf den Markt und gewann auf Anhieb viele Fans, denn die Heißluftfritteuse mit Glasbehälter hat gegenüber geschlossenen Systemen klare Vorteile: Man kann den Garprozess beobachten und dementsprechend Einstellungen anpassen. Der Behälter kann auch zum Servieren und Aufbewahren genutzt werden, ist einfach zu reinigen und frei von möglicherweise bedenklichen Beschichtungen (PFAS). Nach diversen Varianten hat Hersteller Shark jetzt auch einen Airfryer mit zwei Glasbehältern herausgebracht, die knapp 330 Euro teure Crispi DualZone. ntv.de hat sie ausprobiert.

Die Heißluftfritteuse besteht aus einer Basis mit Heiz- und Steuerelementen und zwei herausnehmbaren Glasbehältern als Garzonen. Das Gerät misst 42,42 x 29,79 x 29,39 cm und wiegt rund 14 kg. Im Vergleich zu den einfachen Crispis ist die DualZone damit weniger transportabel und benötigt in der Küche recht viel Platz - dies gilt es, vor einer Anschaffung zu bedenken.

Ausgezeichnete, unkomplizierte Steuerung

Die Steuerung ist Shark hervorragend gelungen, sie ist unkompliziert und clever. Beide Garzonen sind grundsätzlich autonom und werden getrennt geregelt, arbeiten aber bei Bedarf perfekt zusammen. Es gibt jeweils eine Reihe von Knöpfen unter zwei Displays, mit denen man zunächst eine Zone ansteuert und dann Temperatur/Modus sowie Zeit einstellt. Die Auswahl erfolgt über das zentrale Steuerrad in der Mitte. Zusätzlich hat man die Möglichkeit, falls nötig, die Dauer per Knopfdruck um eine Minute zu verlängern.

Ninja Crispi DualZone Test (5 von 9)
Beide Zonen haben ein eigenes Display und Tasten. Das zentrale Steuerrad sowie Match-Cook- und Smart-Finish-Knopf teilen sie sich. (Foto: kwe)

Es stehen jeweils acht Modi zur Verfügung: Air Fry (Heißluftfrittieren) bei 200 Grad, Max Crisp bei 240 Grad, Recrisp (knusprig aufwärmen) bei 170 Grad, Bake (Backen) bei 140 Grad, Roast (Braten) bei 190 Grad, Proof (Teig gehen lassen) bei 35 Grad, Keep Warm (Warmhalten) bei 60 Grad sowie Dehydrate (Dörren) bei 60 Grad.

Da eine Heißluftfritteuse im Prinzip ein kleiner Umluftofen ist, wird bei den verschiedenen Modi die Heizung durch einen unterschiedlichen Einsatz eines Ventilators ergänzt. Bei Air Fry und Max Crisp rotiert er beispielsweise mit maximaler Intensität. So wird der Oberfläche des Garguts schnell Feuchtigkeit entzogen, um sie knusprig zu machen. Beim Aufwärmen dreht er sich langsam, um Speisen nicht auszutrocknen, beim Gehen lassen auf langsamster Geschwindigkeit.

Gemeinsam oder gleichzeitig

Für die Kooperation beider Garzonen hat die Ninja Crispi DualZone zwei Knöpfe unterhalb des Steuerrads. Match Cook erspart einem, für beide Behälter gesonderte Einstellungen vorzunehmen, wenn in beiden die gleichen Speisen auf die gleiche Weise zubereitet werden. Man regelt dies für eine der Zonen und drückt dann den Knopf, damit die andere Seite die Einstellungen übernimmt.

Ninja Crispi DualZone Test (6 von 9)
Hühnerkeulen mit Rosmarin-Kartöffelchen. (Foto: kwe)

Bei Max Crisp muss man allerdings beachten, dass man nur eine Zone auf 240 Grad stellen kann. Das liegt daran, dass dafür die maximale Gesamtleistung von 2860 Watt überschritten würde. Bei hoher Leistung ist der Airfryer auch sehr laut.

Besonders praktisch ist Smart Finish. Denn wenn man diese Taste drückt, regelt der Airfryer unterschiedliche Einstellungen so, dass beide Zonen gleichzeitig fertig werden, üblicherweise durch entsprechende Pausen. Cool ist, dass das Gerät die Funktion automatisch anpasst, wenn man einen Behälter vorübergehend herausnimmt, beispielsweise um Gargut zu wenden.

Alle beweglichen Teile spülmaschinenfest

Auch die Glasbehälter sind sehr benutzerfreundlich. Um sie zu reinigen, kann man nicht nur die - ohne PFAS - beschichteten - Einsätze herausnehmen, sondern auch die hitzebeständige Kunststoffschale mit Griffen und Standfüßen abnehmen. Alle Einzelteile sind spülmaschinenfest. Die Behälter werden einfach über eine Führung im Boden in die Basis geschoben oder herausgezogen.

Ninja Crispi DualZone Test (9 von 9)
Zum Reinigen trennt man Behälter, Einsatz und Kunststoffschale. (Foto: kwe)

Um Speisereste aufzubewahren, setzt man auf die Glasschüsseln mitgelieferte Kunststoffdeckel, die zur Lagerung auf den in die Basis geschobenen Behältern bleiben können. Auch die Abdeckungen sind spülmaschinengeeignet.

Die Behälter haben zwar jeweils ein Volumen von 3,8 Litern, doch das bedeutet nicht automatisch, dass man große Mengen zubereiten kann. Wie bei anderen Heißluftfritteusen sollte man Gargut so wenig wie möglich stapeln, damit es die Heißluft rundherum erreichen kann. Grundsätzlich steht damit nur die Grundfläche zur Verfügung.

Gute bis sehr gute Ergebnisse

Im Praxistest hatten darauf unter anderem in einem Behälter zwei marinierte Hühnerkeulen Platz, während im anderen auf dem Gittereinsatz halbierte Rosmarin-Kartöffelchen (Drillinge) verteilt wurden. Beide Speisen waren bei unterschiedlichen Einstellungen gleichzeitig fertig, außen schön knusprig und innen saftig beziehungsweise weich. Diese Aufgabe hat die Ninja Crispi DualZone perfekt hinbekommen.

Ninja Crispi DualZone Test (8 von 9)
Glasierter Rosenkohl und panierte Halloumi-Stäbchen. (Foto: kwe)

Zehn von zehn möglichen Punkten erreichte sie auch bei der Zubereitung von (selbst) panierten Halloumi-Streifen und mit Ahornsirup, Olivenöl und Chiliflocken glasiertem Rosenkohl. Ebenso gut gelang der Klassiker Fischstäbchen mit Brokkoli.

Auch wenn Speisen nur auf der Grundfläche verteilt werden, muss man sie zwischendurch wenden oder schütteln, damit alles rundherum perfekt gar wird. Zur Erinnerung erscheint deswegen auf dem Display der Hinweis Flip (Wenden), wenn es Zeit dafür ist.

Ninja Crispi DualZone Test Pommes (1 von 1)
Fast perfekte Pommes. (Foto: kwe)

Bei Pommes Frites ist das unbedingt notwendig, vor allem, wenn eine größere Menge in einem Behälter zubereitet wird. ntv.de hat ihn nur zu einem Drittel gefüllt, trotzdem mussten die Fritten dreimal ordentlich geschüttelt werden, damit sie nicht an einer Seite verkohlt und auf der anderen noch halb roh waren. Schließlich waren alle schön knusprig, aber einige doch an den Enden mehr als dunkelbraun.

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Der Stromverbrauch der Heißluftfritteuse ist nicht besonders hoch, aber auch nicht niedrig. Die Zubereitung der Pommes Frites bei gleichzeitigem Aufwärmen von Halloumi- und Rosenkohl-Resten über 14 Minuten verbrauchte beispielsweise rund 0,75 kWh.

Fazit

Die Ninja Crispi DualZone ist eine ideale Lösung, wenn man zwei Speisen nicht nacheinander, sondern gleichzeitig zubereiten möchte. Die Heißluftfritteuse arbeitet effektiv, ihre Handhabung ist unkompliziert, die Reinigung extrem einfach. Wenn man bei ihrer Größe allerdings erwartet, eine ganze Familie bekochen zu können, wird man enttäuscht, mehr als zwei Personen bekommt man mit den beiden Garzonen selten auf einmal satt.

Quelle: ntv.de

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