TV-Journalistin zu Protest"Bin jetzt Feind Nummer eins"Mit ihrem Kriegsprotest in den russischen Hauptnachrichten bringt sich die Journalistin Marina Owssjannikowa in große Gefahr. Nun könne alles passieren, sagt sie in einem Interview, sie sei aber an einem Punkt, an dem es kein Zurück mehr gebe. Mit ihrer Meinung sei sie bei den Staatsmedien aber nicht allein, viele würden denken wie sie. 17.03.2022
"Von Diktator zu Diktator"Johnson sucht am Golf nach ErsatzölDie britische Regierung will auf Öl aus Russland verzichten. Um Ersatzkanäle aufzutun, reist Premier Johnson in die Vereinigten Arabischen Emirate und nach Saudi-Arabien. Labour-Chef Starmer äußert erhebliche Zweifel an dem Trip in die Golfregion: "Von Diktator zu Diktator zu gehen, ist keine Energiestrategie."16.03.2022
"Wünsche höchst willkommen"Scholz offen für finnischen NATO-BeitrittFür Scholz hat sich der russische Präsident mit seinem Krieg völlig verrechnet. Sogar die Russen in der Ukraine seien gegen Putin. Bei einem Besuch der finnischen Ministerpräsidentin in Berlin äußert der Bundeskanzler Sympathie für Überlegungen Helsinkis, nach einer solchen Aggression der NATO beizutreten. 16.03.2022
Moskau erzürntBiden nennt Putin "Kriegsverbrecher"Die US-Regierung vermied bisher, direkt von russischen Kriegsverbrechen zu sprechen und verwies auf rechtliche Fragen. Nun nennt Präsident Biden den russischen Präsidenten Putin einen Kriegsverbrecher. Die Äußerung geschieht unter etwas skurrilen Umständen, kommt aber wohl "von Herzen".16.03.2022
Der Kriegstag im ÜberblickTheater mit Hunderten Zivilisten zerstört - Verhandlungen werden konkreterIn Tschernihiw kommen bei einem Angriff zehn Menschen in einer Warteschlange ums Leben. In Mariupol legen Bomben ein Theater, in dem Hunderte Ukrainer Zuflucht gesucht hatten, in Schutt und Asche. Auf diplomatischer Ebene stehen die Zeichen indes auf Annäherung. Der 21. Kriegstag im Überblick. 16.03.2022
Auch andere Behördenchefs freiUkraine: Haben Melitopols Bürgermeister Fedorow befreitDie russischen Truppen besetzen die ukrainische Stadt Melitpol. Kurz danach verschwindet Bürgermeister Fedorow und Moskau setzt eine prorussische Statthalterin ein. Jetzt ist Iwan Fedorow wieder aufgetaucht - nicht der einzige Volksvertreter, der auf Befehl des Kremls entführt worden sein soll. 16.03.2022
"Gebäude vollständig zerstört"Theater in Mariupol mit Hunderten Zivilisten angegriffenDas Theater in Mariupol, in dem zahlreiche Menschen Schutz vor dem Krieg suchen, wird Ziel eines massiven Bombenangriffs. Der ukrainische Außenminister nennt die Attacke ein "entsetzliches Kriegsverbrechen". Ihm zufolge müssen die Russen gewusst haben, dass sich Zivilisten darin befinden.16.03.2022
Nicht mehr von Russland abhängigEU dockt Ukraine und Moldau an Stromnetz anRussische Truppen attackieren wiederholt die Energieversorgung in der Ukraine. Das größte AKW in Saporischschja haben sie besetzt. Die EU springt Kiew bei und schließt die Ukraine ans westeuropäische Stromnetz an - zusammen mit der Republik Moldau. 16.03.2022
30 weitere Medien gesperrtMoskau blockt russische BBC-SeitenAngeblich führt der Westen einen "Informationskrieg" gegen Russland. Das Außenministerium blockt deshalb die Internetseiten der BBC und 30 weiterer Medien. Wer sich über den Krieg des Kreml gegen die Ukraine unabhängig informieren will, braucht eine verschlüsselte VPN-Verbindung. 16.03.2022
Kioske verweigern VerkaufJournalistin auf Titelseite der OppositionszeitungNach ihrem Anti-Kriegs-Protest bildet die Kreml-kritische Zeitung "Nowaja Gaseta" Owssjannikowa samt Plakat auf der Titelseite ab. Um keine Strafe zu riskieren, ist das Wort "Krieg" gepixelt. Dennoch wollen die Kioske die Ausgabe nicht verkaufen. Die Journalistin hat indes eine weitere Strafe zu befürchten.16.03.2022