Der Börsen-Tag
15. September 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:36 Uhr

Dax mit weiterem unruhigen Handelstag

Der seit Wochen andauernde Ausverkauf am Anleihemarkt hat neue Dynamik gewonnen und auch die Anleger an den europäischen Aktienbörsen in Atem gehalten. Auch an der Frankfurter Börse ging es in dieser Hinsicht kräftig zur Sache. Der Dax rutschte bis um 1,0 Prozent auf 25.173 Punkte nach unten. Den Handel verließ der deutsche Leitindex 0,1 Prozent tiefer mit 25.404 Zählern. Der EuroStoxx50 notierte 0,4 Prozent im Minus bei 6234 Stellen.

"Die Aktienmärkte können die Verkaufswelle, die weltweit über die Anleihemärkte rollt, nicht ignorieren", kommentierte Jochen Stanzl, Analyst der Consorsbank. Für erhöhten Druck sorgten auch steigende Ölpreise und zunehmende Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank Fed am Mittwoch.

Trotz steigender Energiepreise im Zuge des Iran-Kriegs blickten Börsianer etwas zuversichtlicher auf die deutsche Wirtschaft. Das vom Mannheimer Forschungsinstitut ZEW ermittelte Konjunkturbarometer legte im September allerdings nur um 0,5 auf 34,7 Zähler zu und damit nicht so stark wie angenommen.

Die steigenden Energiekosten setzten Chemiefirmen zu. Ein düsterer Analystenausblick ließen Lanxess um 2,6 Prozent nach unten gehen. JPMorgan hatte das Kursziel auf 15 von zuvor 18 Euro gesenkt. Federn ließ auch der europäische Bankensektor. Nach pessimistischen Äußerungen vom Chef der Bank of America (BofA) sackten Deutschen Bank um 2,4 Prozent ab.  

Dax mit weiterem unruhigen Handelstag
17:14 Uhr

Billig heißt nicht unbedingt günstig

Gefallene Aktien sind verlockend - aber nicht jeder Kurssturz ist eine Kaufchance. Bei stark gebeutelten Branchen wie zuletzt zum Beispiel der Softwarebranche überlegt sich so mancher, ob ein Einstieg schon wieder lukrativ sein könnte. Worauf es bei einem nachhaltigen Turnaround ankommt, darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Daniel Sailer von Metzler Asset Management.

Billig heißt nicht unbedingt günstig
16:50 Uhr

Goldpreis fällt

Gold steht weiter unter Druck. Der Preis für das Edelmetall gibt 0,5 Prozent nach  und notiert mit 4277 US-Dollar je Feinunze unter der 4300er-Marke - nachdem die Ölpreise und Inflationsängste zunächst einen weiteren Anstieg der Anleiherenditen bewirkt haben. Die Bewegungen des Edelmetalls deuteten darauf hin, dass es wenig Hoffnung gebe, dass es seine Rolle als sicherer Hafen bald wiedererlangen werde, meint David Morrison von Trade Nation. Die Anleger seien wieder in den US-Dollar - und aus dem Gold - geflüchtet, da eine Verschärfung des Nahost-Konflikts und die Weltuntergangswarnungen von Tech-Führungskräften bezüglich KI die Risikostimmung getrübt hätten.

Morrison merkt an, dass Gold und Silber seit ihrem Einbruch von den Allzeithochs im Februar eine starke negative Korrelation zum Greenback aufgewiesen hätten. Der Fokus liege nun auf der Entscheidung der Fed am Mittwoch, die bei dem zinssensiblen Gold eine große Bewegung in beide Richtungen auslösen könnte.

Goldpreis fällt
16:30 Uhr

Warum uns hohe US-Renditen auch Sorgen machen müssen

US-Staatsanleihen mit zehn Jahren Laufzeit bringen wieder mehr als fünf Prozent Rendite. Damit steigen auch die Zinsen für Kredite und Unternehmensanleihen in den USA - eine Belastung für die Wirtschaft. Friedhelm Tilgen erklärt, was das für Verbraucher in Deutschland bedeutet.

Warum uns hohe US-Renditen auch Sorgen machen müssen
16:18 Uhr

WTO: Welthandelssystem an kritischem Punkt

Die Zersplitterung des Welthandelssystems in eine kleine Anzahl geopolitischer Blöcke oder eine größere Anzahl regionaler Gruppierungen würde bis zur Mitte dieses Jahrhunderts zu einer erheblichen Verringerung der Wirtschaftsaktivität führen. Dies teilte die Welthandelsorganisation (WTO) mit. Die USA haben im vergangenen Jahr die Zölle auf Importe aus aller Welt stark angehoben und verhängen weiterhin neue Zölle gegen einige Länder. Diese Maßnahmen haben jedoch bisher weder zu weitreichenden Vergeltungsmaßnahmen geführt, noch haben andere Länder ihre Zölle auf Importe, die nicht aus den USA stammen, erhöht.

WTO: Welthandelssystem an kritischem Punkt
15:56 Uhr

Wall Street startet knapp behauptet

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(Foto: picture alliance / Pressefoto Ulmer)

Die jüngst kräftig gestiegenen Ölpreise und Marktzinsen in Verbindung mit Zweifeln an der Sicherheit von KI-Modellen bremsen die US-Börsen auch heute. Allerdings haben sich sowohl Öl als auch Anleiherenditen von ihren Tageshochs schon wieder entfernt, nachdem sich die Industrieaktivität im US-Bundesstaat New York überraschend deutlich verlangsamt hat. Das wiederum lindert den Abgabedruck am Aktienmarkt. Der Dow-Jones-Index sinkt kurz nach der Startglocke um 0,2 Prozent auf 52.130 Punkte. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite verlieren 0,2 beziehungsweise 0,3 Prozent.

Als einziges Konjunkturdatum von Rang wurde der Empire State Manufacturing Index für die Industrieaktivität im Bundesstaat New York veröffentlicht. Er erreichte im September einen Stand von 7,6 Punkten. Volkswirte hatten im Konsens einen weniger deutlichen Rückgang auf 15,0 Punkte von 20,6 im Vormonat erwartet.

Wall Street startet knapp behauptet
15:30 Uhr

SMA-Solar-Chef krankheitsbedingt vorübergehend abwesend

SMA Solar muss einige Wochen ohne seinen Vorstandschef auskommen. Wie der im SDax und TecDax notierte Konzern mitteilte, kann Jürgen Reinert seine Aufgaben in den kommenden Wochen krankheitsbedingt nicht ausüben. SMA werde vorübergehend von Olaf Heyden sowie Kaveh Rouhi geführt, wobei Heyden bis auf weiteres die auf den Vorstandsvorsitz entfallenden Aufgaben Reinerts als Sprecher übernimmt.

SMA-Solar-Chef krankheitsbedingt vorübergehend abwesend
15:24 Uhr

Reichster Mann Afrikas will Kleinanleger reich machen

In Nigeria startet der größte Börsengang in der Geschichte Afrikas. Der reichste Mann des Kontinents, Aliko Dangote, verkauft Anteile an seiner Ölraffinerie. Er will, dass sich jeder eine Aktie leisten kann, und verspricht Chancen wie bei Amazon oder Microsoft. Aber nicht jeder ist begeistert.

Reichster Mann Afrikas will Kleinanleger reich machen
15:03 Uhr

Umfrage: Ungeordneter Anstieg der Anleiherenditen größtes Extremrisiko

Eine Mehrheit der Fondsmanager, die an der globalen Umfrage der Bank of America für September teilgenommen haben, betrachtet einen ungeordneten Anstieg der Anleiherenditen als das größte Extremrisiko. Ein Extremrisiko ist ein Ereignis mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, das aber im Falle seines Eintretens wahrscheinlich große Auswirkungen hätte.

Insgesamt 33 Prozent der befragten Fondsmanager haben diese Ansicht geäußert, was laut der Umfrage vor dem Hintergrund geschieht, dass die Anleiherenditen weltweit zuletzt Mehrjahreshochs erreicht haben. Dies ist eine Veränderung gegenüber der Umfrage vom August, als die Sorge vor einer KI-Blase als größtes Extremrisiko galt. Laut der Umfrage nannten nun insgesamt 28 Prozent der Befragten die KI-Blase als größtes Extremrisiko, nach 32 Prozent im Vormonat.

Umfrage: Ungeordneter Anstieg der Anleiherenditen größtes Extremrisiko
14:36 Uhr

Insider: UniCredit will Führungsspitze der Commerzbank loswerden

UniCredit-Chef Andrea Orcel strebt Insidern zufolge im Zuge der Übernahme der Commerzbank die Ablösung von Vorstandschefin Bettina Orlopp an. Orcel spreche sich zudem gegen Forderungen der Bundesregierung aus, zwei Sitze im Aufsichtsrat der Commerzbank zu behalten, sagten drei Insider gegenüber Reuters. Die italienische Großbank, die sich einer Übernahme des deutschen Konkurrenten nähert, wolle auch, dass Commerzbank-Aufsichtsratschef Jens Weidmann seinen Posten räume, hieß es von zwei der Insider.

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Bettina Orlopp (Foto: REUTERS)

UniCredit und die Commerzbank lehnten eine Stellungnahme ab. Das Bundesfinanzministerium wollte sich ebenfalls nicht weiter äußern. Am Montag hatte es nach einem Treffen von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und Orcel geheißen, die Bundesregierung bestehe mit ihrem Anteil von rund 13 Prozent auf zwei Sitzen im Aufsichtsrat des Dax-Konzerns.

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Jens Weidmann (Foto: Arne Dedert/dpa/Archiv)
Insider: UniCredit will Führungsspitze der Commerzbank loswerden
14:15 Uhr

Bitcoin fällt vor möglicher US-Zinserhöhung - Abstimmung über Krypto-Gesetz

Bitcoin ist gefallen, da die Erwartungen an eine Zinserhöhung in den USA die Risikobereitschaft belasten und die Anleger auf eine entscheidende Verfahrensabstimmung des US-Senats über ein Kryptowährungsgesetz warten. Die Preisbildung am Geldmarkt zeigt laut LSEG eine 91-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte durch die US-Notenbank Fed am Mittwoch. Die Abstimmung über den Clarity Act, der einen breiten regulatorischen Rahmen für digitale Vermögenswerte schaffen würde, wird im Laufe des Tages stattfinden.

"Die Zustimmungschancen seien nach wie vor geteilt, wobei ein wahrscheinliches Scheitern einen deutlichen Abschwung bei Kryptowährungen auslösen könnte", schreibt XM-Analyst Achilleas Georgolopoulos in einer Research Note. "Speziell für Bitcoin könnten die beträchtlichen Kursgewinne vom August gefährdet sein." Bitcoin fällt um 1,6 Prozent auf 76.894 Dollar.

Bitcoin fällt vor möglicher US-Zinserhöhung - Abstimmung über Krypto-Gesetz
14:00 Uhr

Wall Street hat mit Ölpreis-Zinsen-Giftgemisch zu tun

Die kräftig gestiegenen Ölpreise und Marktzinsen dürften in Verbindung mit Zweifeln an der Sicherheit von KI-Modellen die US-Börsen auch am Dienstag belasten. Der S&P- und der Nasdaq-Future geben um 0,4 Prozent nach. Die Ölpreise steigen nach dem zwischenzeitlichen Rücksetzer am Montag wieder, weil unter anderem eine wichtige saudi-arabische Ölpipeline nach einem Angriff weiter zunächst stillgelegt ist. Das befeuert Versorgungsängste. Das Barrel Brent-Öl verteuert sich um 2,2 Prozent auf 108 Dollar. Am Montag hatte es kurz fast 110 Dollar gekostet. Der hohe Ölpreis nährt wiederum Inflationssorgen und treibt die Marktzinsen weiter nach oben. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen steigt um sechs Basispunkte auf 5,02 Prozent. Der Dollar folgt den Renditen nach oben. Mit dem Dollarindex geht es um 0,3 Prozent aufwärts. Der Euro fällt auf rund 1,1540 Dollar.

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(Foto: AP Photo/Yuki Iwamura)

Am Montag kräftig abverkauften Chipaktien verzeichnen vorbörslich eine kleine Gegenbewegung. Nvidia und Sandisk gewinnen je 0,7 Prozent, Intel rücken um 1,1 Prozent vor. Die Aktie des Energietechnikunternehmens GE Vernova erholt sich um 0,6 Prozent. 

Wall Street hat mit Ölpreis-Zinsen-Giftgemisch zu tun
13:37 Uhr

Wie langfristiger Börsenerfolg gelingt

An der Börse lauern einige Fallstricke, die Anleger und Trader den langfristigen Erfolg kosten können. Wer seine eigenen Emotionen im Griff hat und auf klare Signale achtet, kann typische Fehler vermeiden. Doch welche Regeln helfen dabei konkret? Darüber spricht Friedhelm Tilgen mit Martin Utschneider von Robomarkets.

Wie langfristiger Börsenerfolg gelingt
13:10 Uhr

Düstere Aussagen von BofA-Chef fegen durch Bankenszene - Aktien zeitweise tiefrot

Pessimistische Äußerungen vom Chef der Bank of America (BofA) schicken den Bankensektor auf Talfahrt. Die Aktien der Deutschen Bank brechen in der Spitze gut vier Prozent ein und halten damit zeitweise die rote Laterne im Dax. Auch die Titel der Deutsche-Bank-Tochter DWS geben bis zu rund fünf Prozent nach und gehören damit zu den schwächsten Werten im MDax. Die Aktien des Schweizer Kreditinstituts UBS rutschen in der Spitze 5,8 Prozent ab und sind damit Schlusslicht im Schweizer Blue-Chip-Index. Ein Händler sowie Analysten verwiesen auf Aussagen von BofA-Chef Brian Moynihan am Montag.

"Die Aussagen des CEO der Bank of America, Moynihan, fegt derzeit wie ein Sturm durch die internationale Bankenszene und zeigen die Grenzen des Wachstums in der Bankenbranche auf", kommentierte Andreas Lipkow, Analyst beim Broker CMC Markets.  Die Bank of America rechnet nach den Worten ihres Chefs im dritten Quartal mit einem Rückgang ihrer Investmentbanking-Gebühren um mindestens zehn Prozent. Zugleich dürften die Umsätze im Bereich Sales und Trading unverändert bleiben.

Düstere Aussagen von BofA-Chef fegen durch Bankenszene - Aktien zeitweise tiefrot
12:49 Uhr

Deutz vollzieht Kapitalerhöhung

Deutz hat wie angekündigt 15,26 Millionen neue Aktien verkauft und das Grundkapital damit um zehn Prozent erhöht. Bei einem Platzierungspreis von 11,70 Euro wurden im Zuge eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens brutto rund 179 Millionen Euro erlöst, wie der Kölner Motorenhersteller mitteilte. Die Deutz-Aktie war am Montag bei 12,29 Euro aus dem Handel gegangen. Am Freitag sollen die neuen Aktien in den Handel aufgenommen werden.

Deutz kündigte an, den Nettoerlös aus der Kapitalerhöhung zur Verbesserung der Kapitalstruktur zu verwenden. Das Unternehmen will mit Blick auf künftige Wachstumschancen finanziell flexibler werden. Deutz hatte im Juli angekündigt, die FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft für 1,6 Milliarden Euro zu übernehmen und damit sein Rüstungsgeschäft auszuweiten.

Deutz vollzieht Kapitalerhöhung
12:24 Uhr

Schott-Aktie bringt Anlegern "Schotter"

Anleger folgen bei Schott Pharma einer positiven Analystenempfehlung. Die Titel des Pharmaverpackungsherstellers steigen bis auf rund vier Prozent, nachdem die Experten von JP Morgan die Bewertung mit "Overweight" aufgenommen haben. Das Kursziel setzten sie auf 27,10 Euro. Am Mittag verteuern sich die Papiere um 2,2 Prozent auf 23,10 Euro.

Schott-Aktie bringt Anlegern "Schotter"
12:11 Uhr

Bundesbank: Geldhäuser bleiben gegenüber staatlichen Fiskalrisiken verwundbar

Die wechselseitige Abhängigkeit von Staaten und Banken ist laut Deutscher Bundesbank eine wesentliche Quelle von Risiken für die Finanzstabilität. In einem Fachartikel aus dem Monatsbericht der deutschen Zentralbank wird auf die Gefahren dieses sogenannten Staaten-Banken-Nexus hingewiesen. "Verschlechtert sich die Kreditwürdigkeit eines Staates, können steigende Risikoprämien auf seine Anleihen Banken belasten, die hohe Bestände dieser Titel halten", heißt es darin.

Umgekehrt könnten Schieflagen von Banken öffentliche Haushalte unter Druck setzen, wenn staatliche Unterstützung erwartet oder tatsächlich erforderlich werde. Zwar hätten der europäische Abwicklungsrahmen und die gestärkte Eigenkapitalbasis der Banken das Risiko verringert, dass Bankenkrisen die öffentlichen Haushalte belasten: "Gegenüber fiskalischen Risiken bleiben Banken jedoch weiterhin verwundbar."

Bundesbank: Geldhäuser bleiben gegenüber staatlichen Fiskalrisiken verwundbar
11:58 Uhr

Dax moderat im Minus

Update von der Frankfurter Börse: Der Dax hat bis zum Mittag einen Teil seiner Verluste abbauen können. Der deutsche Leitindex notierte 0,4 Prozent tiefer bei 25.343 Punkten. Der EuroStoxx50 fiel um 0,6 Prozent auf 6225 Stellen. Der Euro lag 0,1 Prozent leichter bei 1,1538 US-Dollar

Dax moderat im Minus
11:48 Uhr

Energiepreisschock setzt Chemiekonzernen zu

Die steigenden Energiekosten vergraulen Anleger bei Chemiefirmen in Europa. Ein düsterer Analystenausblick setzt vor allem Lanxess zu. Die Aktie des Spezialchemiekonzerns verbilligt sich in der Spitze um mehr als sechs Prozent auf den niedrigsten Stand seit knapp einem halben Jahr, nachdem JP Morgan das Kursziel auf 15 von zuvor 18 Euro gesenkt hatte. Die Experten der US-Bank schraubten zugleich ihre Gewinnschätzungen für das vierte Quartal sowie die Geschäftsjahre 2027 und 2028 zurück und begründeten dies mit den stark gestiegenen Energiekosten. Lanxess verfüge nur über einen relativ begrenzten Schutz durch Energiepreisabsicherungen. Zudem sehen die Analysten eine schwächere Preissetzungsmacht im zweiten Quartal als zunächst erwartet. Das Rating beließen sie bei "Neutral".

Auch andere Chemiefirmen gerieten unter Druck. So gaben die Aktien von Evonik, Syensqo und Arkema sowie Wacker Chemie und BASF jeweils zwischen zwei und drei Prozent nach. Der europäische Chemiewerte-Index verlor gut ein Prozent.

Energiepreisschock setzt Chemiekonzernen zu
11:30 Uhr

ZEW-Index für Deutschland niedriger als erwartet

Die Erwartungen von Finanzinvestoren für die deutsche Konjunktur haben sich im September entgegen den Erwartungen kaum aufgehellt, wobei sich die Lagebeurteilung deutlicher als erwartet besserte. Der vom Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobene Index der Konjunkturerwartungen stieg auf plus 34,7 (August: 34,2) Punkte, wie das ZEW mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 40,0 Punkte gerechnet. Der Index zur Beurteilung der Konjunkturlage erhöhte sich auf minus 47,1 (minus 61,1) Punkte. Ökonomen hatten einen Anstieg auf minus 52,0 Punkte prognostiziert. Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone sanken auf plus 25,8 (plus 31,4) Zähler. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage stieg dagegen auf minus 13,9 (minus 21,5) Zähler.

"Friede, Freude, Eierkuchen aus den Vormonaten halten an. Die Verschlechterung bei den Energiepreisen scheinen Analysten nahezu auszublenden", sagte der Chefvolkwirt von Bethmann HAL, Alexander Krüger. "Ein Tritt auf die Euphoriebremse ist aber mehr als angebracht. Die neuerliche Eskalation in Nahost spricht für einen länger anhaltenden Kaufkraftverlust. Die Blockade von Schifffahrtswegen deutet auf steigende Produktionskosten hin. Das bedeutet, dass die Wirtschaft viel länger als erwartet unter Belastungen leiden wird. Es liegt auf der Hand, dass dies im zweiten Halbjahr Wachstumspunkte kosten wird."

ZEW-Index für Deutschland niedriger als erwartet
11:16 Uhr

Rendite von US-Staatsanleihen auf höchstem Stand seit Finanzkrise

Der Ausverkauf an den weltweiten Märkten für Staatsanleihen hält an. In den USA setzen sich die Kursverluste fort, im Gegenzug kletterte die Rendite zehnjähriger Anleihen am Dienstagvormittag bis auf 5,025 Prozent - der höchste Stand seit der Finanzkrise 2007.

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen ist seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar schon um mehr als einen Prozentpunkt gestiegen. Die hohen Zinsen sind ein immenses Problem für Regierungen, da sie die Neuaufnahme von Schulden stark verteuern. 

Rendite von US-Staatsanleihen auf höchstem Stand seit Finanzkrise
11:00 Uhr

So viel US-Risiko steckt im MSCI World

Der MSCI World ist ein beliebter ETF für Börseneinsteiger. Aber er birgt auch Risiken: viel Tech, viel Dollar, viel USA. Darüber spricht ntv-Börsenexpertin Corinna Wohlfeil im Geldanlage-Check mit Investmentberaterin Nadine Heemann von Nahe Invest.

So viel US-Risiko steckt im MSCI World
10:46 Uhr

Brand in Biontech-Laborgebäude

In einem Laborgebäude des Pharmaunternehmens Biontech in Mainz ist am Morgen ein Brand ausgebrochen. Das Feuer sei inzwischen gelöscht, der Einsatz werde aber noch einige Zeit andauern, sagte ein Sprecher der Feuerwehr Mainz. Rund 30 Einsatzkräfte seien vor Ort, über Verletzte sei bislang nichts bekannt. Biontech hat seinen Hauptsitz in der Mainzer Oberstadt.

Brand in Biontech-Laborgebäude
10:24 Uhr

Deutsche Großhandelspreise steigen massiv

Die deutschen Großhändler haben ihre Preise im August so kräftig erhöht wie seit Februar 2023 nicht mehr. Diese legten um durchschnittlich 6,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Juli hatte das Plus noch bei 5,3 Prozent gelegen, im Juni bei 4,9 Prozent. "Ausschlaggebend für den Preisanstieg im August 2026 waren noch immer die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten, in deren Folge sich insbesondere die Großhandelspreise für Energieprodukte und Rohstoffe erhöhten", erklärten die Statistiker.

Bei Mineralölerzeugnissen zogen die Preise gegenüber dem August 2025 um 36,1 Prozent an. Bei chemischen Produkten ging es binnen Jahresfrist um 13,6 Prozent nach oben.

Deutsche Großhandelspreise steigen massiv
10:00 Uhr

Situation am Anleihemarkt sehr angespannt - Dax knallrot

Die Renditen von Staatsanleihen der Eurozone steigen weiter. Der Verkaufsdruck an den globalen Anleihemärkten hält aufgrund der anhaltend hohen Ölpreise an. Diese verstärken die Inflationssorgen und schüren Spekulationen, dass die Zentralbanken weltweit die Zinsen anheben müssen werden. Nach der Zinserhöhung der EZB um 25 Basispunkte in der vergangenen Woche wird nun allgemein erwartet, dass auch die US-Notenbank Fed am Mittwoch die Zinsen anheben wird.

"Die Anleihemärkte tun sich schwer, auf wichtigen Niveaus an Fahrt zu gewinnen", wobei die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen neue Höchststände von über 3,5 Prozent erreichen, schreibt Christoph Rieger von der Commerzbank in einer Research Note. Die Rendite dieser Bundesanleihe steigt auf 3,56 Prozent und ist damit über dem am Montag erreichten 15-Jahres-Hoch von 3,554 Prozent. Der Dax vergrößert seine Verluste und fiel um 1,0 Prozent auf 25.192 Punkte. Der EuroStoxx50 sackt um 0,9 Prozent auf 6204 Stellen ab.

Situation am Anleihemarkt sehr angespannt - Dax knallrot
09:50 Uhr

Musk lässt Klage gegen Apple fallen

Tech-Milliardär Elon Musk lässt seine Klage, in der er Apple unfairen Wettbewerb vorwirft, fallen. Er hatte den iPhone-Konzern sowie den ChatGPT-Erfinder OpenAI vor gut einem Jahr vor Gericht gezerrt. Musks Behauptung damals: Apple behindere andere Chatbots wie seine Software Grok, um ChatGPT einen Vorteil zu verschaffen.

Jetzt hieß es in Gerichtsunterlagen, die Vorwürfe gegen Apple seien ausgeräumt worden - ohne Details dazu, auf welche Weise genau. Die Klage gegen OpenAI bleibe aber bestehen. Musk, der einst ein früher Investor bei dem ChatGPT-Entwickler war, führt schon seit Jahren eine Fehde gegen OpenAI-Chef Sam Altman. Unter anderem warf er ihm vor Gericht vor, das ursprünglich als gemeinnützige Organisation angelegte OpenAI widerrechtlich in eine auf Profit ausgerichtete Firma umgewandelt und davon profitiert zu haben. Geschworene in Kalifornien entschieden in dem Prozess gegen Musk.

Musk lässt Klage gegen Apple fallen
09:32 Uhr

Ölpreise weiter im Aufwind

Am Rohstoffmarkt legen die Ölpreise erneut zu. So verteuert sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 1,6 Prozent auf 107,40 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notiert 1,7 Prozent fester bei 103,15 Dollar. Bereits zum Wochenstart hatten die Preise deutlich angezogen. Im Tagesverlauf hatte sich das Preisplus aber wieder etwas reduziert. Am Markt gibt es Sorgen über Angebotsengpässe, die auf der zunehmenden militärischen Eskalation in Nahost fußen.

Ölpreise weiter im Aufwind
09:15 Uhr

Zurückhaltung heißt das Gebot der Stunde

Der Dax legt einen verhaltenen Start in das heutige Geschäft hin, verliert aber weiter. Der deutsche Börsenleitindex, der zum Wochenbeginn 0,5 Prozent auf 25.441 Punkte eingebüßt hatte, notiert aktuell im Bereich von 25.375 Zählern. Die Ölpreise legen wieder zu. Die Anleger halten sich aber auch etwas vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank am morgigen Mittwoch zurück.

Zurückhaltung heißt das Gebot der Stunde
08:57 Uhr

Bayer-Tochter pocht auf "Roundup"-Vergleich

Im US-Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Roundup hat sich das zuständige Gericht im Bundesstaat Missouri mit dem vorgeschlagenen Sammelvergleich von Bayer befasst. Die Bayer-Tochter Monsanto forderte dabei den Richter auf, den vorgeschlagenen Vergleich in Höhe von 7,25 Milliarden Dollar zu genehmigen. Das Unternehmen erklärte, es gebe keinen anderen Weg, den Rechtsstreit beizulegen. Mit der Einigung will der Agrar- und Pharmakonzern Zehntausende Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken durch das glyphosathaltige Mittel beilegen. Eine sofortige Entscheidung wurde nicht erwartet.

Richter Timothy Boyer hatte den Vergleich im März bereits vorläufig genehmigt. Bei der Anhörung in St. Louis sollten auch Kritiker zu Wort kommen. Einige Klägeranwälte argumentieren, die Summe sei zu gering und die Vereinbarung benachteilige ihre Mandanten. Befürworter sehen in dem Vergleich dagegen den besten Weg zu einer sicheren Entschädigung. Der Plan sieht vor, dass Bayer über bis zu 21 Jahre maximal 7,25 Milliarden Dollar zahlt. Betroffene sollen je nach Schwere der Erkrankung, Alter bei der Diagnose und Art der Nutzung zwischen 10.000 und 165.000 Dollar erhalten. Wie viele Kläger sich von dem Vergleich ausnehmen lassen, steht dem Konzern zufolge noch nicht fest.

Bayer-Tochter pocht auf "Roundup"-Vergleich
08:39 Uhr

Steigende Energiepreise sind größtes Inflationsrisiko

Wenn die Energiepreise weiter steigen, wirkt sich das unmittelbar auf die Teuerungsrate aus: Bei einem Anstieg der Öl- und Gaspreise um jeweils 10 Prozent könnte die Gesamtinflation in Deutschland um bis zu 0,22 Prozentpunkte zunehmen, heißt es in einer Studie der Brüsseler Denkfabrik New Economics Foundation (NEF). Zudem modellierten die Forscher einen Anstieg der Öl- und Gaspreise um 50 Prozent. Ihren Berechnungen zufolge könnte ein solcher Anstieg die ohnehin vorhandene Inflation in Europa im folgenden Jahr um bis zu 1,8 Prozentpunkte erhöhen. Laut der Analyse stellt ein Anstieg der Preise für fossile Brennstoffe in fast allen Ländern Europas das größte Inflationsrisiko dar.

Der Ausbau heimischer Wind- und Solarenergie zur Abwendung der Klimakrise sei daher zugleich entscheidend, um die Inflation zu begrenzen. Maike Schmidt von der NEF sagt: "Der Preis fossiler Brennstoffe war in den vergangenen 50 Jahren der Auslöser für die meisten großen Phasen hoher Inflation in Europa - vom OPEC-Embargo in den 1970er-Jahren über den Einmarsch Russlands in die Ukraine bis hin zu den Angriffen der USA und Israels auf den Iran." Die Abhängigkeit von den volatilen Preisen für Öl und Gas zu beenden, sei der einzige Weg, die Inflation auf dem gesamten Kontinent zu begrenzen.

Steigende Energiepreise sind größtes Inflationsrisiko
08:20 Uhr

Asien-Börsen auf Richtungssuche

Mit Verlusten zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte. Sie folgen damit den negativen Vorgaben der Wall Street. Dort hatte die Diskussion um eine stärkere Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) vor allem den Technologiesektor belastet, was aber am Montag an den ostasiatischen Märkten bereits vorher gespielt wurde. Dazu kommen wieder steigende Ölpreise, was Inflationssorgen schürt.

Marktteilnehmer sprechen auch von Zurückhaltung im Vorfeld der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch. Eine Zinserhöhung gilt weitgehend als sicher. Wichtig dürften daneben mögliche Aussagen von US-Notenbankpräsident Kevin Warsh zum weiteren Zinspfad werden.

Für den Topix in Tokio geht es um 0,7 Prozent nach unten. Chipwerte geben nur noch leicht nach: Tokyo Electron und Renesas kommen um je ein halbes Prozent zurück, Advantest um 1,8 Prozent. Softbank können sich dagegen um 7,8 Prozent kräftig erholen, Kioxia machen 0,9 Prozent gut. Der technologielastige Kospi in Seoul gibt um 0,8 Prozent nach. Hier zeigen sich die beiden Schwergewichte SK Hynix und Samsung Electronics kaum bewegt nach den Vortagesverlusten.

Asien-Börsen auf Richtungssuche
08:04 Uhr

BYD drängt auf europäischen LKW-Markt

BYD will im kommenden Jahr seinen ersten Schwerlaster "ETT 44" in Europa einführen und plant langfristig auch eine Lkw-Produktion. "Langfristig werden wir alles, was wir in Europa verkaufen, hier produzieren", sagte Stella Li, die BYD-Vizechefin, die für das internationale Geschäft verantwortlich ist.. "Wir arbeiten an den Details, das dauert eine Weile." Auf der Messe präsentierte BYD das künftige "Flaggschiffmodell" seiner Nutzfahrzeuge. Der Lkw ETT 44 soll ab dem zweiten Quartal 2027 ausgeliefert werden.

BYD wolle aber nicht nur die vorerst in China gebauten und von dort importierten Fahrzeuge verkaufen, sondern Flottenkunden ein ganzes Paket zusammen mit Dienstleistungen von der Finanzierung über eigene, mit Solarstrom betriebene Ladestellen bis hin zu einem Werkstattnetz mit mobilen Pannenhelfern anbieten. "Wir wollen den Kunden ein ganzes Geschäftsmodell offerieren", sagte Li. Der weltweit größte Elektroautohersteller BYD gehört im Pkw-Geschäft zu den schnell wachsenden Konkurrenten aus China in Europa.

BYD drängt auf europäischen LKW-Markt
07:45 Uhr

Dax zwischen ZEW und Fed

Der Dax wird mit Verlusten in den Handel starten. Zum Wochenanfang hatten hohe Ölpreise und neue Sorgen um die Sicherheit von Künstlicher Intelligenz (KI) den deutschen Leitindex um 0,5 Prozent auf 25.441 Punkte gedrückt. Die Unsicherheit um die weitere KI-Entwicklung hatte auch die Wall Street belastet. Anleger haben weiter die Lage im Nahen Osten und die Energiepreise im Blick. Zunehmend rückt auch die erwartete geldpolitische Straffung der US-Notenbank Fed um einen Viertelprozentpunkt an diesem Mittwoch in den Fokus.

Auf Konjunkturseite steht der ZEW-Index an. Experten erwarten, dass das vom Mannheimer Forschungsinstitut ZEW erhobene Barometer trotz steigender Energiepreise im September den fünften Monat in Folge zulegen wird, und zwar auf 40 Zähler von zuvor 34,2 Punkten.

Dax zwischen ZEW und Fed
07:30 Uhr

Order-Run auf neuen BMW iX3

Ein Jahr nach der Premiere des neuen BMW iX3 haben allein in Europa 100.000 Kunden das Fahrzeug bestellt. Das ist dem Konzern zufolge der beste Start eines Modells der Münchner im ersten Jahr der Verfügbarkeit. Auch in anderen Märkten wie China, wo der iX3 seit kurzem bestellbar ist, sehe man großes Interesse an dem E-Auto. Dort nennt BMW aber keine konkreten Zahlen.

"100.000 Bestellungen innerhalb eines Jahres sind ein großartiger Start für die Neue Klasse, deren Roll-out weiter an Geschwindigkeit gewinnt", sagt Vertriebsvorstand Jochen Goller. "Dies gibt uns zusätzlichen Antrieb für die Zukunft der Elektromobilität." Bis Ende 2027 will BMW insgesamt 40 neue und überarbeitete Modelle mit Technologien der Neuen Klasse auf den Markt bringen. Ende des Monats starten die Bestellungen für den i3, das nach dem iX3 zweite Modell.

Weltweit hat BMW vergangenes Jahr knapp 2,17 Millionen Fahrzeuge seiner Kernmarke ausgeliefert. 336.000 davon waren reine Elektroautos. Im Vergleich zeigt sich die Bedeutung der 100.000 bestellten iX3 allein in Europa deutlich.

Order-Run auf neuen BMW iX3
07:11 Uhr

E-Brummis fahren vor

In Hannover eröffnen Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies und VDA-Chefin Hildegard Müller die Nutzfahrzeugmesse IAA Transportation. Von den 1700 Ausstellern kommt die größte ausländische Gruppe aus China. Deren Hersteller drängen auf den europäischen Markt für Elektro-Lastwagen, dessen Anteil an den Neuzulassungen mit gut fünf Prozent noch gering ist. Zwar bieten Hersteller wie Daimler Truck, MAN und Volvo bereits E-Modelle an, der Absatz leidet jedoch unter einem Mangel an Stromtankstellen. Im Rahmen der Messe soll daher der Startschuss für den Aufbau eines Lkw-Schnellladenetzes fallen.

E-Brummis fahren vor
06:54 Uhr

"Märkte dürften sich weiter auf das Risiko konzentrieren"

Spannungen im Nahen Osten und ein steigender Ölpreis belasten die asiatischen Börsen. Ein neuer Angriff der vom Iran unterstützten Huthi-Milizen im Jemen auf Saudi-Arabien schürt Sorgen vor Lieferengpässen bei Rohöl. Zudem halten sich Anleger vor den mit Spannung erwarteten Zinsentscheidungen in den USA und Japan zurück. Auch die Debatte über eine langsamere Entwicklung von künstlicher Intelligenz (KI) sorgt für Verunsicherung.

Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans gibt leicht nach. Die Börse in Tokio legt hingegen 0,9 Prozent zu, während die Börse in Shanghai leicht gewinnt. "Die Märkte dürften sich weiterhin auf das Risiko konzentrieren, dass höhere Rohölpreise den Inflationsdruck erhöhen und wiederum die Zinsen in die Höhe treiben könnten", sagt Analyst Yokoo Akihiko von der Mitsubishi UFJ Bank.

"Märkte dürften sich weiter auf das Risiko konzentrieren"
06:36 Uhr

Kanada auf Investorensuche - Warnungen vor Ausverkauf

Kanadas Premierminister Mark Carney wirbt um internationale Investoren, um die heimische Wirtschaft durch den Handelsstreit mit den USA zu steuern. Bei einem Gipfeltreffen ab Montag will der ehemalige Zentralbankchef und Goldman-Sachs-Manager viele Milliarden Dollar an Kapital für mehr als 160 Projekte anwerben. Eingeladen sind einem Insider zufolge etwa die Chefinnen und Chefs großer Finanzfirmen wie Blackrock und Blackstone, des singapurischen Staatsfonds Temasek und des niederländischen Pensionsfonds APG Groep.

Die Gespräche, die schwerpunktmäßig am Dienstag stattfinden, sollen den Weg für künftige Investitionen ebnen. Bis zum Abschluss größerer Geschäfte dürften aber zwölf bis 18 Monate vergehen, verlautete aus Regierungskreisen. Carney will in den kommenden fünf Jahren Investitionen in Höhe von einer Billion kanadischer Dollar (620 Milliarden Euro) anlocken. Geplant sind Projekte in den Bereichen Bergbau, Energie, Technologie und Infrastruktur. Die Investoren, die mehr als 120 Billionen kanadische Dollar verwalten, würden sich das Angebot genau ansehen, da die Welt nun mit anderen Augen auf Kanada blicke, sagte Carney am Sonntag.

Die Gewinnung von ausländischem Kapital ist für Kanadas Wirtschaft enorm wichtig, um die Zölle der USA – Kanadas wichtigstem Handelspartner – abzufedern. US-Präsident Donald Trump hat nach dem Scheitern von Handelsgesprächen Kanada mit Zöllen von 50 Prozent auf Autos, Lastwagen, Autoteile und Stahl gedroht. Carney bemüht sich zudem, neue Geschäftspartner in Nahost und in Asien zu finden sowie die Allianz mit Europa zu stärken.

Kanada auf Investorensuche - Warnungen vor Ausverkauf
06:17 Uhr

Das ist los im frühen Devisengeschäft

Am asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar 0,3 Prozent auf 154,87 Yen und legt leicht auf 6,7097 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,1 Prozent höher bei 0,8181 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1536 Dollar und zieht leicht auf 0,9437 Franken an.

Das ist los im frühen Devisengeschäft
05:59 Uhr

Wie ticken die Börsenprofis, wie Kanzler Merz?

Nach zwei Börsenwochen im September mit Verlusten hat der Dax auch die neue Handelswoche mit einem Abschlag begonnen. Der deutsche Börsenleitindex büßte im gestrigen Geschäft 0,5 Prozent auf 25.441 Zähler ein. In der Breite zeichneten die wieder gestiegenen Ölpreise für die Verluste verantwortlich. Eine Lösung zwischen dem Iran und den USA rund um die wirtschaftlich wichtige Straße von Hormus scheint in weiter Ferne. Gleichzeitig hat sich die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zur morgigen Wochenmitte erhöht.

Dennoch dürften Börsenprofis trotz steigender Energiepreise im Zuge des anhaltenden Iran-Krieges zuversichtlicher auf die deutsche Wirtschaft schauen. Experten erwarten, dass das vom Mannheimer Forschungsinstitut ZEW erhobene Barometer im September den fünften Monat in Folge zulegen wird, und zwar auf 40 Zähler von zuvor 34,2 Punkten. Die deutsche Wirtschaft hatte sich mit einem Wachstum von 0,3 Prozent im Frühjahr trotz der Widrigkeiten durch den Iran-Krieg recht gut geschlagen.

Zudem spricht der nach den jüngsten Wahlschlappen unter Druck stehende Kanzler Friedrich Merz beim Unternehmertag des Großhandels- und Exporteursverband BGA in Berlin. Mehrere Forschungsinstitute hatten zuletzt ihre Wachstumsprognosen für 2026 deutlich nach oben gesetzt. Die Wirtschaft verkraftet die Folgen des Nahost-Krieges bisher besser als gedacht. Trotzdem dürften Unternehmensvertreter darauf pochen, dass die Regierung die geplanten Reformen schnell umsetzt, um die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu erhöhen.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

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