Mecklenburg-VorpommernBackhaus zu Fischereitreffen: Hätte schlimmer kommen können

Für die deutschen Ostseefischer gibt es nach einer Einigung der EU-Minister keine neuen Einschränkungen. Minister Backhaus ist erleichtert und sieht eine Chance für das kommende Jahr.
Schwerin/Luxemburg (dpa/mv) - Mecklenburg-Vorpommerns Fischereiminister Till Backhaus (SPD) hat sich erleichtert darüber gezeigt, dass die Küstenfischerei an der Ostsee nicht noch weiter eingeschränkt werden soll. Es sei gelungen, größere Einschnitte abzuwenden, sagte der Minister laut einer Mitteilung am späten Dienstagabend mit Blick auf ein EU-Ministertreffen.
Deutsche Ostseefischer dürfen etwa weiter mit kleinen Booten und passivem Fanggerät wie Stellnetzen gezielt Heringe fangen. Darauf hatten sich die für Fischerei zuständigen Ministerinnen und Minister der EU-Staaten am Montag geeinigt und damit einen Vorschlag der EU-Kommission abgelehnt. Hering in der an Deutschland grenzenden westlichen Ostsee und Dorsch in der westlichen und östlichen Ostsee dürfen 2027 zudem im gleichen Umfang als Beifang angelandet werden wie bisher.
"Sicher hätte ich mir gewünscht, dass für unsere kleine handwerkliche Küstenfischerei mehr Heringsfang möglich sein würde. Zumal die geringen Quoten für den Gesamtbestand entsprechend wissenschaftlichen Erkenntnissen keine Rolle spielen", sagte Backhaus. "Aber wenigstens kann weiterhin mit passiven Fanggeräten wie Stellnetzen und Reusen auf den westlichen Hering gefischt werden." Unterm Strich müsse er sagen, dass es hätte schlimmer kommen können. "Wie es aussieht hat unsere kleine Küstenfischerei, die ein besonderes Kulturgut für unser Land darstellt, eine Chance, auch das kommende Jahr zu überstehen."