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Mecklenburg-VorpommernRostocker Apotheken und Ärzte im Visier von Betrügern

29.09.2026, 14:43 Uhr
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Mit gefälschten Bankschreiben erbeuten Betrüger in Rostock hohe Summen von Apotheken und Arztpraxen. Dabei nutzen sie auch QR-Codes. Der festgestellte Schaden ist sechsstellig.

Rostock (dpa/mv) - Mit QR-Codes und gefälschten Bankschreiben haben Betrüger Arztpraxen und Apotheken in Rostock um große Geldbeträge gebracht. Innerhalb nur weniger Wochen haben die Täter laut Polizei bei den bislang bekannten Fällen einen Schaden von mehr als 118.000 Euro verursacht. Allein zwischen dem 4. und 23. September hätten Rostocker Arztpraxen vier Fälle angezeigt. Die Tatverdächtigen erbeuteten den Angaben zufolge dabei jeweils zwischen 17.000 und 48.600 Euro.

Zunächst erhielten die Praxen oder Apotheken Post, augenscheinlich von ihrer Bank. Ein aufgeführter QR-Code führt demnach auf eine gefälschte, täuschend echt aussehende Bank-Website. Wenig später folge ein Anruf. Dabei geben sich die Betrüger demnach als Bankmitarbeiter aus und behaupten beispielsweise, verdächtige Kontobewegungen festgestellt zu haben, etwas überprüfen oder eine Zahlung rückgängig machen zu müssen.

Die Opfer würden dazu gebracht, Zahlungsvorgänge per TAN-App freizugeben. Dadurch können die Täter etwa Überweisungen zulasten der Geschädigten auslösen.

Betrüger auffällig gut informiert

Auffällig sei, dass die Betrüger teilweise über detaillierte Informationen zu den Bankgeschäften ihrer Opfer verfügten. Auch Namen der zuständigen Bankberater können ihnen demnach bekannt sein. Selbst die tatsächliche Telefonnummer der Bank werde regelmäßig auf dem Telefondisplay angezeigt.

Die Polizei mahnt zur Aufmerksamkeit. Man solle sich nicht unter Druck setzen lassen. "Beenden Sie im Zweifel das Telefonat und nehmen Sie selbstständig über eine bereits bekannte Telefonnummer Kontakt zu Ihrer Bank auf." QR-Codes unerwarteter Bankschreiben sollten nicht vorschnell gescannt und Zugangsdaten, TANs oder Zahlungsfreigaben nicht an vermeintliche Bankmitarbeiter weitergeben oder auf deren Aufforderung bestätigt werden. Im Falle eines Verdachts sollten Bank und Polizei schnell informiert werden.

Quelle: dpa

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