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Rheinland-Pfalz & SaarlandKongress: Wie kann ich mir die Zukunft im Land vorstellen?

20.10.2026, 19:34 Uhr
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Fliegende Raketen und überall Roboter künftig in Rheinland-Pfalz? Kann man die Zukunft entwerfen? Zukunftsforscher Max Irmer setzt bei einem Kongress in Mainz auf gemeinsame Visionen.

Mainz (dpa/lrs) - Roboter für den Haushalt, begrünte Fassaden und autonome Flugtaxis: Wie sieht das Leben von morgen aus? Auf dem Science-Fiction-Kongress der Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) in Mainz diskutierten Zukunftsforschende, Trendberater und Weltraumforscherinnen über Fragen des Jahres 2045 und darüber hinaus.

Nach Angaben des Veranstalters kamen am Nachmittag etwa 350 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft in Mainz zusammen. Auch Ministerpräsident Gordon Schnieder war unter den Gästen. In seiner Rede lobte er unter anderem die Beteiligung von rheinland-pfälzischen Unternehmen an weltweiten Projekten und setzte mit dem Thema Bildung auch auf die Generation, die bald die Zukunft sein wird.

Er hoffe, dass wir im Hinblick auf Forschung weiter vorankommen. So könne man vielleicht noch selbst erleben, "dass wir bei der Krebstherapie Impfstoffe entwickeln, dass gerade diese schlimme Krankheit dann auch vor ein Ende gestellt wird." Die Unternehmen seien schon da, "wir bereiten den Boden dafür, dass das auch ordentlich in die Zukunft getragen werden kann.", erklärte der Ministerpräsident am Rande der Veranstaltung.

Kurz nach der Rede des Ministerpräsidenten trat Zukunftsforscher Max Irmer auf die Bühne und zeigte, wie Rheinland-Pfalz in mehr als 15 Jahren aussehen könnte. Er selbst führte zurückhaltend durch seine Session: Die Leute vor Ort wüssten besser über ihre Region Bescheid, sagte Irmer der Deutschen Presse-Agentur im Vorfeld. Gemeinsam entwickelte das Publikum so ein Bild von Rheinland-Pfalz.

Zukunft gemeinsam denken

Irmer erklärte, dass sich Zukunft nicht vorhersagen, wohl aber gemeinsam entwerfen lasse. Sein Ansatz: Unterschiedliche Thesen und Bilder, die die Teilnehmenden mitbrächten, werden zusammengeführt. So entstand eine erste Vorstellung davon, wie die Zukunft aussehen könnte.

Dafür entwerfen die Teilnehmenden in einem interaktiven Programm mit KI-Unterstützung eigene Zukunftsbilder: Werden Raketen durch Rheinland-Pfalz fliegen? Sind überall Roboter zu sehen? Steht uns eine düstere oder utopische Zukunft bevor? Dabei setzt Zukunftsforscher Irmer vor allem auf visuelle Eindrücke. Die unterschiedlichen Bilder werden zusammengebracht und diskutiert. Während seines Vortrags animierte er das Publikum immer wieder, ins Gespräch zu kommen.

Vom Porta Nigra bis Moselschleife: Wie sieht die Zukunft aus?

Die Zukunftsbilder beziehen sich laut Irmer auf typische Orte in Rheinland-Pfalz, etwa den Mainzer Dom, das Hambacher Schloss, die Porta Nigra in Trier, das Deutsche Eck in Koblenz oder die Moselschleife. Ein Chatbot stellt wenige Fragen und führt so zu einem Zukunftsbild für den jeweiligen Ort. Irmer möchte auf diese Weise Meinungen zusammenbringen und zeigen, dass die Zukunft gestaltbar sei.

Bei den Zukunftsbildern würde der Forscher nach eigenen Worten gerne behaupten, Pessimismus und Optimismus lägen hier in der Waage. In anderen Workshops waren die Zukunftsbilder jedoch eher negativ, wie der Forscher berichtete.

Quelle: dpa

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