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Berlin & BrandenburgGesellschaft: Keine Vollsperrung an Rudolf-Wissell-Brücke

08.10.2026, 08:59 Uhr
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(Foto: Paul Zinken/dpa)

Seit Monaten gibt es auf der A100 umfangreiche Sperrungen, weil mehrere Brücken marode sind und abgerissen werden. Nun gibt es einen neuen Fall. Worauf müssen sich Autofahrer einstellen?

Berlin (dpa/bb) - Wegen Schäden an der Rudolf-Wissell-Brücke müssen sich Verkehrsteilnehmer auf der A100 auf weitere Staus einstellen - zu einer Vollsperrung wird es aber wohl nicht kommen. Eine Komplettsperrung oder gar ein Abriss der Brücke sei nach derzeitigen Erkenntnissen nicht nötig, hieß es von der Autobahn GmbH des Bundes. "Nach jetzigem Stand ist es überhaupt nicht zu erwarten und es ist auch eine komplett andere Konstruktionsweise wie die anderen Brücken", sagte der Direktor der Niederlassung Nordost, Carsten Butenschön, dem RBB-Inforadio.

Fachleute hatten am Mittwoch ein beschädigtes Spannglied an der Brücke festgestellt. Das müsse erneuert werden, erklärte Butenschön. So lange sei eine Vollbelastung der Brücke, die zu den meisten befahrenen Autobahnabschnitten Deutschlands gehört, nicht möglich.

Die äußeren Fahrstreifen der A100 auf der Brücke sind darum derzeit gesperrt. Der jeweils rechte Fahrstreifen soll laut Autobahn GmbH zwei Wochen lang nicht befahrbar sein. Die Gesellschaft empfiehlt Autofahrerinnen und -fahrern, die Brücke möglichst zu umfahren.

Umfangreiche Sperrungen wegen Schäden

Die Rudolf-Wissell-Brücke ist mit rund 930 Metern die längste Straßenbrücke in Berlin, wie es hieß. Täglich überqueren sie 180.000 Fahrzeuge. Für das Bauwerk ist laut Autobahn-Gesellschaft ein Ersatzneubau mit zwei getrennten Brücken in Planung.

Seit Monaten gibt es auf der A100 umfangreiche Sperrungen, weil mehrere Brücken marode sind und abgerissen werden. Der prominenteste Fall ist die Ringbahnbrücke, die zum Dreieck Funkturm gehörte. Im Frühjahr 2025 wurde sie wegen eines sich ausbreitenden Risses im Tragwerk gesperrt und schließlich abgerissen. Der Neubau der Brücke läuft bereits. So erging es auch der weiter nördlich gelegenen Westendbrücke. Auch hier hat der Neubau Ende Dezember 2025 begonnen.

Quelle: dpa

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