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HessenRhein: Europa muss bei Verteidigung "erwachsen werden"

08.10.2026, 10:47 Uhr
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Hessens Regierungschef Boris Rhein (CDU) ist diese Woche in den USA unterwegs und hat sich mit einem ranghohen US-Sicherheitsexperten getroffen. Sein Fazit nach dem Gespräch.

Washington/Wiesbaden (dpa/lhe) - Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) plädiert für mehr europäische Eigenverantwortung bei der Verteidigung. "Europa muss erwachsen werden. Wir müssen uns selbst verteidigen können gegen all jene, die uns herausfordern", erklärte Rhein in Washington nach einem Gespräch mit dem stellvertretenden nationalen Sicherheitsberater der USA, Mike Needham.

"Wir wissen genau, dass wir unseren jahrzehntelangen Schutz vor allem der militärischen Stärke der Vereinigten Staaten verdanken", ergänzte Rhein. "Jetzt ist es an uns, mehr Verantwortung für unsere eigene Sicherheit zu übernehmen."

Hessen habe auf die veränderte sicherheitspolitische Lage reagiert und setze auf eine starke heimische Sicherheits- und Verteidigungswirtschaft, erklärte der Ministerpräsident. Er verwies auf den sogenannten Defence Hub in Nordhessen und das Drohnenkompetenzzentrum am Airport Kassel.

Die US-Militärpräsenz in Hessen habe für die Sicherheit Deutschlands und Europas große Bedeutung, bekräftigte Rhein und sprach sich für eine Fortsetzung der bisherigen Stationierung aus. "Die amerikanischen Streitkräfte müssen auch künftig in Hessen präsent bleiben."

Das Bundesland sei Sitz einer der größten und strategisch wichtigsten US-Militärstandorte in ganz Europa, zu denen das Hauptquartier der US-Heeresstreitkräfte in Europa und Afrika sowie das multinationale Hauptquartier Nato Security Assistance and Training for Ukraine zählten.

Quelle: dpa

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