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HessenRund 500.000 Euro überwiesen – Polizei stoppt Betrug

28.10.2026, 15:52 Uhr
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Ein Firmeninhaber überweist infolge einer Betrugsmasche fast eine halbe Million Euro auf ein ausländisches Konto. Wie die Betrüger vorgehen und Firmen sich schützen können.

Hanau (dpa/lhe) - Unbekannte Betrüger haben einen Firmeninhaber in Hanau mit gefälschten E-Mails dazu gebracht, rund 500.000 Euro auf ein ausländisches Konto zu überweisen. Der sogenannte "CEO-Fraud" ist nach Polizeiangaben eine wiederkehrende Betrugsmasche, bei der Kriminelle Unternehmen unter falscher Identität dazu bringen, hohe Summen an Geld zu überweisen. Die Polizei erklärt, wie man sich vor dem Betrug schützen kann.

Der Inhaber des Unternehmens sei in den vergangenen Tagen von einem Mann kontaktiert worden, der sich als Geschäftsführer und Kaufinteressent ausgegeben habe, wie die Polizei mitteilte. In einer mehrtägigen Korrespondenz zwischen dem Betrüger, einem angeblichen Anwalt, und dem Firmeninhaber sei dieser dazu veranlasst worden, rund eine halbe Million Euro auf ein Bankkonto im Ausland zu transferieren.

Letztlich habe der Inhaber des Unternehmens Unstimmigkeiten bei der Überweisung bemerkt und Verdacht geschöpft. Am Dienstag habe er die Polizei informiert und Anzeige erstattet. Die Transaktion habe nach aktuellem Stand offenbar rechtzeitig aufgehalten und rückgängig gemacht werden können.

Betrüger geben sich als Führungskräfte aus

Bei der Masche des "CEO-Fraud" würden sich die Betrüger oftmals als Führungskräfte eines Unternehmens, Geschäftspartner oder Kaufinteressenten ausgeben, heißt es von der Polizei. Sie würden gefälschte E-Mails, vorgetäuschte Geschäftsabschlüsse und öffentlich zugängliche Informationen nutzen, um gezielt mit ihren Opfern in Kontakt zu treten und Vertrauen aufzubauen. Dabei würden sie die Opfer dazu bringen, hohe Geldbeträge auf fremde Konten zu überweisen - oft unter Zeitdruck und mit dem Hinweis, die Überweisung geheim zu halten.

Um sich vor solchen Betrugsmaschen zu schützen, rät die Polizei dazu, hohe Überweisungen stets über einen zweiten Kommunikationsweg zu prüfen und nur unter dem Vier-Augen-Prinzip vorzunehmen. Auch Auffälligkeiten wie abweichende E-Mail-Adressen und Schreibweisen von Namen können demnach Hinweise auf einen Betrugsversuch sein.

Klare interne Abläufe für die Überweisung hoher Geldbeträge oder das Ändern von Bankverbindungen könnten das Risiko für einen Betrug senken. Bei Verdacht auf einen Betrug sollten Betroffene sofort ihre Bank und die Polizei informieren. Je schneller reagiert werde, desto größer sei die Chance, eine Zahlung noch zu stoppen, heißt es von der Polizei.

Quelle: dpa

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