Rheinland-Pfalz & SaarlandEtwas mehr Organspender in Rheinland-Pfalz

Der Landtag beschäftigt sich mit dem Thema und konkret auch mit der Frage, ob die sogenannte Widerspruchslösung kommen soll. Doch wie sehen die Spenderzahlen für Rheinland-Pfalz eigentlich aus?
Mainz (dpa/lrs) - Die Zahl der Organspender in Rheinland-Pfalz ist auf niedrigem Niveau gestiegen. Von Januar bis August dieses Jahres wurden nach Angaben der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) 32 Organspender registriert. Das waren fünf mehr als im Vorjahreszeitraum und elf mehr als in den ersten acht Monaten des Jahres 2024.
Erfasst sind in der Statistik nur Spender, denen nach ihrem Tod ein oder mehrere Organe in einer der Kliniken in dem Bundesland entnommen wurden, die dann bundesweit oder auch im Ausland transplantiert wurden.
Nach oben ging es in Rheinland-Pfalz laut DSO auch mit der Zahl der gespendeten Organe. Es waren in den ersten acht Monaten dieses Jahres 102, 24 mehr als im Vorjahreszeitraum und 28 mehr als von Januar bis August 2024. Rheinland-Pfalz kommt demnach auf 11,7 Spender pro eine Million Einwohner. Bundesweit liegt dieser Wert bei 12,4.
Antrag zweier Landtagsfraktionen für Widerspruchslösung
Am Donnerstag wird sich der rheinland-pfälzische Landtag in Mainz mit dem Thema Organspende beschäftigen. Grund dafür ist ein Antrag der Regierungsfraktionen von CDU und SPD. Er spricht sich für eine Initiative von Rheinland-Pfalz im Bundesrat pro Widerspruchslösung aus. Die Widerspruchslösung bedeutet, dass Erwachsene nach dem Tod automatisch als Spender gelten, außer sie haben vorher aktiv widersprochen.
Bisher ist für Organ-Entnahmen eine ausdrückliche Zustimmung nötig. Soll die Widerspruchslösung kommen, müsste das Transplantationsgesetz auf Bundesebene geändert werden.